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FAIRTRADE

Der angeführte Text hebt kein Anspruch auf Vollständigkeit, sondern gibt ferne einen Einblick in die Thematik.

Fairtrade – fairer Handel – Geschichtliches

Die erste Fairtrade Organisation wurde im Jahre 1946, von einigen nordamerikanischen Städten, gegründet. Diese erste Fairtrade Organisation befasste sich aber eher mit der Unterstützung von Wohltätigkeitsprojekten und das Aufrechterhalten von handwerklichen Tätigkeiten. Des weiteren standen zu Beginn noch nicht die Produkte aus Entwicklungsländern im Vordergrund und auch dem weltpolitischen Handeln wurde wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

 

Erst in den 60iger Jahren wurde der bist heute so wichtiger Grundsatz ins Leben gerufen:

·         einen Verkaufspreis für Produkte,

welcher auch tatsächlich alle Produktkosten widerspiegelt.

 

Einige Jahre später entstanden die ersten „Weltläden“ in Westeuropa, wo die fair gehandelten Produkte angeboten wurden. Um die Transparenz und die Glaubwürdigkeit zu erhöhen, wurde bald klar, dass ein internationales Fairtrade-Siegel bzw. eine internationale Fairtrade Organisation benötigt wird.

Im Jahre 1989 wurde somit die IFAT (International Federation for Alternative Trade) gegründet. Zuerst wurden in den Ländern unterschiedliche Fairtrade-Logos verwendet, bis man sich im Jahre 2002 auf ein einheitliches Fairtrade-Logo einigte. Das einheitliche Logo ist heute in jedem Land und in jeder Sprache das Gleiche. Es unterliegt Fairtrade international, welche kurz FLO – (Fairtrade Labelling Organizations International) - abgekürzt wird.

 

Was steckt hinter dem Fairtrade Logo?

Heute geht es ganz klar darum:

·         Kleinbauern aus den Drittweltländern, sowie teilweise aus Schwellenländern, eine sichere Existenz zu ermöglichen,

·         bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen und

·         ein menschenwürdiges Leben und eine beständigere Zukunft, besonders für die Kinder der Kleinbauern, zu realisieren.

Es geht darum die Armut zu bekämpfen, mithilfe derer Menschen denen es besser geht, durch uns den westlichen Konsumenten.

Die Fairtrade Produkte werden zu einem höheren Preis gehandelt (eingekauft/ verkauft). Dieser Preis liegt üblicherweise über dem Weltmarktpreis.  Durch den Kauf der Fairtrade-Waren in den reicheren Ländern erhalten die Bauern/Produzenten einen fairen Preis für ihre Produkte.

 

Die Produkte, welche das Fairtrade-Logo tragen wurden, nach den strengen Fairtade-Standards kontrolliert und erst nach dem Erfüllen der sozialen, ökonomischen und ökologischen Standards als Fairtrade zertifiziert. Es werden immer nur dir Produkte und nie eine Firma selbst zertifiziert.

Ein Großteil der Fairtrade Produkte, welche in Österreich auf dem Markt sind, stammen übrigens auch aus biologischem Anbau. Der Trend der Fairtrade Produkte, wie auch übrigens der Bio Produkte geht ganz klar in Richtung: Bio und Fairtrade näher zusammenzubringen!

Längst umfassen die Fairtrade-Produkte nicht mehr nur Kaffe, Tee, Kakao-Schokolade und Früchte. Heute findet man auch Trockenfrüchte, Nüsse, Zucker, Süßwaren, Reis, Getreide, Honig, Aufstriche, Getränke, Essig, Öle, Blumen, Baumwollprodukte usw. mit dem Fairtrade - Logo.

 

Die Fairtrade Standards für eine erfolgreiche Zertifizierung:

Für den Bereich Soziales:

·         arbeitsrechtliche Mindeststandards,

·         demokratische Organisationsstrukturen,

·         Transparenz,

·         Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit und Zwangsarbeit!

 

Für den Bereich Handel:

·         Mindestpreise,

·          Prämie für Soziales,

·         Infrastruktur und Bildung (mithilfe der Fairtrade-Prämie wird in wichtige Bildungs-, Gesundheits- und Umweltprojekte investiert),

·         Bioaufschläge,

·         langfristige Handelsbeziehungen, Vorfinanzierung und

·         kontrollierter Warenfluss! 

 

Für den Bereich Umwelt:

·         gentechnikfreies Saatgut,

·         Liste verbotener Substanzen,

·         Umweltschonender Anbau,

·         Förderung Bioanbau und der Schutz natürlicher Wasserressourcen!

 

Diese Standards sind international gleich und werden von der „Fairtrade international“ entwickelt und herausgegeben. Gearbeitet wird nach der „Best Practice Methode“ oder zu deutsch nach der Erfolgsmethode! Erfolg, das heißt die Nachfrage,ist der Motor für die Leitlinienentwicklung. 

 

 

 

 

GEPA und EZA – zwei Bekannte im Fairtrade Handel

GEPA bedeutet „Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt“. Die GEPA ist der „größte europäische Importeur von fair gehandelten Lebensmitteln und Handwerksprodukten aus den südlichen Ländern der Welt“ (Quelle: Wikipedia“) mit Firmensitz in Deutschland.

EZA Fairer Handel GmbH ist eine Gruppe und sogleich eine Organisation in Österreich, welche faire Produkte importieren. Ein Großteil der importierten Produkte werden über Weltläden vertrieben.  

 

Das Marap Fairtrade Projekt!

Das Jahr 2011 steht (stand) bei Marap sowie bei der usbekischen Tochterfirma  Silk Road Organik Foods ganz im Sinne von Fairtrade. Eine Ausweitung der Bio Produkte, hin zu Bio Fairtrade Produkten wurde umfassende eingeleitet.

Anfang Juli wurde das erste Faritrade Audit in Usbekistan erfolgreich durchgeführt. Es wurden zum einen die Kleinbauergruppe von „Turkiston Gulba“ aber auch „Silk Road Organic Foods“ selbst kontrolliert.

Derzeit sind folgende Bio Produkte in Fairtrade Qualität erhältlich: Bio Sauerkirschen, Bio Süßkirschen, Bio Goldkirschen,  Bio Mandeln, Bio Wassermelonen, Bio Zuckermelonen, Bio Honigmelonen, Bio Sesam (braun und schwarz), Bio Calypso Bohnen, Bio Tataren Bohnen und Bio Kichererbsen.

Für das Jahr 2012 ist geplant die Bio Walnüsse, Bio Aprikosen und Bio Rosinen ebenfalls nach Fairtrade Richtlinien zertifizieren zu lassen.

Die Bio-Bauern, von denen Marap seine Fairtrade Produkte bezieht, erhalten pro Kilogramm und Produkt einen Aufschlag, zusätzlich zum normalen Handelspreis.  

 

Ein gemeinschaftlicher Betrag von 60 bis 70 000 USD ist für die Fairtrade Bauerngemeinde für das Jahr 2011 vorgesehen. Für das Jahr 2012 ist ein weiterer Betrag von 100 000 € geplant. Mit diesem Beträgen sollen Projekte für die Infrastruktur (Straßen, Strom, Gas, Wasser, Kanäle), Schulen, Bildungseinrichtungen oder andere wichtige Maßnahmen realisiert (finanziert) werden.  

Derzeit umfasst die Kleinbauerngruppe von „Turkiston Gluba“ 150 Kleinbauern. Innerhalb der nächsten Jahre werden weitere Bauern dazu kommen, sodass das Marap Fairtrade Projekt am Ende mehr als 1000 Familie umfassen wird.

Abschließend ist noch zu erwähnen, dass einmal im Jahr ein Kontrollaudit, in unserem Falle von der FLO Cert, durchgeführt wird. Das ist zum einen Faritrade Standard und zum anderen auch wichtig, um sicherzustellen, dass alle Kriterien eingehalten werden, alle Mittel und Gelder für Maßnahmen im Sinne von Fairtrade verwendet wurden und um den Fortschritt der Bauerngemeinschaft festzuhalten. 

 

FAIRTRADE PRODUKTE