
Zutaten: getrocknete Kakaobohnen* * aus kontrolliert biologischem Anbau
Die „Speise der Götter“
Die Kakao, genauer die Kakaobohne, sowie die daraus hergestellte Schokolade kann wohl kaum jemand widerstehen. Wem aber verdanken wir diese auch als „Göttliche Speise“ oder „Speise der Götter“ bekannte Frucht? Ihren Ursprung hat die Kakaopflanze wohl in Mittelamerika, wobei der Name aus der Mayasprache stammen soll. Die Funde gehen bis in das Jahr 1100 v. Chr. zurück, wobei wohl damals noch nicht die Kakaobohne, sondern das zuckerhaltige Fruchtfleisch der Kakaobohne, aus dem ein alkoholisches Getränk gebraut wurde, Verwendung fand. Die Azteken wussten ebenfalls mit der Pflanze umzugeben und spendeten sie den Göttern als heilige Pflanze und regelten ihre Geschäfte mit ihr. Da das Geld ja noch nicht erfunden war, galt die Kakaobohne damals als Zahlungsmittel.
Auch die spanischen Seefahrer entdeckten bald, nach der Ankunft in Südamerika, dass es sich hier um einen braunen Schatz handelte. Relativ schnell verbreitete sich dann das Wissen über diese wunderbare Bohne in Europa aus. Mit der steigenden Beliebtheit in wuchs auch die Sklavenhaltung sowie die Ausbeutung in den Kolonien, wo die Kakaobohnen angepflanzt wurden.
Im 17. Jahrhundert zählten Kolonien in Ecuador und Venezuela zu den Spitzenproduzenten, bis zum Ende des 18. Jahrhunderts kamen dann noch Kolonien in Brasilien und in der Karibik dazu. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörten die portugiesischen Inselgruppen vor Kamerun (Zentralafrika) zu den größten Produzenten von Kakao. Auch heute noch ist in vielen Entwicklungsländern, die Kakaobohne eines der wichtigsten Exportprodukte. Die Kakaopflanze wird heute über all in den feuchten und warmen tropischen Gebieten, zwischen dem 20 nördlichen und 20 südlichen Breitengrad, angebaut.
Die Kakaobohne wächst an einem Baum, welche bis zu 15 Meter hoch werden kann. Je nach Sorte sind die Farben der Früchte grüngelb bis rote. Die Kakaobohnen können bis zu 30cm lang werden und ein Gewicht von 500g erreichen. Im Inneren befindet sich das weiße Fruchtfleisch, worin bis zu 50 Samen eingebettet sind. Wenn die Früchte reif sind, werden sie mit der Machete (einem Messer) vorsichtig vom Baum geschlagen. Die so geernteten Kakaofrüchte werden nun ebenfalls mit der Machete aufgeschlagen und das weiße Fruchtfleisch mit samt den Kakaobohnen herausgeholt. In diesen Zustand sind die Kakaobohnen noch sehr bitter, dies ändert sich erst durch die folgende Fermentation. Dazu werden das Fruchtfleisch und die noch weiß- gelblichen Bohnen in Behälter abgefüllt, zugedeckt und mehrere Tage stehen gelassen. In dieser Zeit steigt die Temperatur in den Behältern auf bis zu 50°C, was zu folge hat, dass sich chemische (fermentative) Prozesse in Gang setzten. Um diese mit dem notwendigen Sauerstoff zu versorgen, werden die Bohnen regelmäßig umgeschichtet. Zunächst wird Alkohol produziert, welcher aus dem durch oxidieren von Acetylsäure (Essig) entsteht, welcher das noch feste Fruchtfleisch zersetzt und so die wichtigen Aromastoffe freisetzt. Die Bohne keimen dann aus, was durch die ansteigenden Temperaturen und den Säuregehalt, wieder gestoppt wird. Die Bohnen sterben dann buchstäblich ab und übrig beleiben die nun umgefärbten braunen Bohnen. Die Fermentation ist nun abgeschlossen, was nun folgt ist die schonende Trocknung in der Sonne. Die getrockneten Kakaobohnen werden nun gereinigt und einer thermischen Behandlung unterzögen, denn das feucht-warme Klima mögen leider auch die Bakterien sehr gern. Anschließend folgt das Rösten der Kakaobohnen bei Temperaturen zwischen 100° und 140° und einer Dauer (je nach Temperatur, Größe und Sorte) zwischen 20 Minuten und einer Stunde. Was nun noch fehlt, ist das Schälen der Kakaobohnen, dies erfolgt bei unseren Bio Kakaobohnen von Hand.
Unsere Bio Kakaobohnen stammen von bio-zertifizierten Plantagen aus Nicaragua, genauer aus den Regionen Jinotega, 1000 Meter über den Meeresspiegel, sowie aus Wasala, der abgelegenen Region östlich von Jinotega. Die Kakaobohnen werden dort von Bio Kleinbauern anbebaut. Unsere Bio Kakaobohnen gehören zu der Sorte „Forastero“. Diese Sorte ist eine widerstandsfähige und ertragreiche Sorte. Die Kakaofrucht ist leicht rund, bis melonenähnlich. Die typischste Sorte unter den Forasteros ist die Amelonado.
Die ganze Verarbeitung in Nicaragua erfolgt mit sorgfältiger Handarbeit und unter hohen hygienischen Bedingungen. So wird gewährleistet, dass die getrockneten Bio Kakaobohnen eine sehr gute Qualität bekommen und alle wichtigen Inhaltsstoffe und Vitamine, sowie der volle Geschmack erhalten bleiben.
Unsere qualitativ hochwertigen Bio Kakaobohnen wurden selbstverständlich ohne Zusatz von Zucker, sowie ohne Konservierungs- oder Farbstoffe hergestellt.
Unsere Bio (öko) Kakaobohnen werden nach der Ankunft in Österreich mehrmals bei der Firma AFS (All Food Services), einer Laserreinigung durch eine der modernsten Anlagen unterzogen. Die Lasserreinigungsanlage sorgt dafür, dass nur die besten und reinsten Produkte in den Verkehr gebracht werden. Alle nicht ausreichend getrockneten Kakaobohnen und solche, die eventuell beschädigt sind, werden aussortiert. Die Laserreinigung sortiert auch möglicherweise noch vorhandene Reste wie kleine Steine, Blätter, Stängel, Erde, Holz und sämtliche anderen Fremdkörper aus der Ware aus. Hinweiß: Wünschen Sie ebenfalls für ihre Produkte wie z. B. Walnüsse, Nüsse, Kirschen oder andere Kern- und Steinobstsorten eine Laserreinigung dann, können wir dies nach ihren Spezifikationen und Anforderungen für sie übernehmen.
Damit kein Qualitätsverlust durch Insekten auftreten kann, werden unsere Bio Kakaobohnen druckentwest (Druckentwesung).
Um Ihnen das Freisein von Pestiziden zu Garantieren, werden die Kakaobohnen, Charge für Charge von unabhängigen akkreditierten österreichischen Labors kontrolliert.
Unsere getrockneten Bio Kakaobohnen sind sehr aromatisch und äußerst geschmacksintensiv. Aus ihnen lassen sich hervorragend Kakaopulver und Schokolade herstellen. Darüber hinaus sind Kakaobohnen reich an den B-Vitaminen, Magnesium und Zink.
Warum macht Schokolade eigentlich glücklich? Zum einen sind in ihr „glücksbringende und stimmungsaufhellende“ Inhaltstoffe enthalten, wie das amphetaminähnliche Phenylethylamin, die Serotonin-Vorstufe Tryptophan, ein natürliches Antidepressivum und das Cannabinoid Anandamid. Zum anderen gibt sie unserem Körper ein warmes Gefühl von Geborgenheit, welches uns einfach glücklich macht. Nicht zu vergessen: Sie schmeckt einfach gut!
In unserem umfangreichen Bio (organic) Trockenobst-, Nuss- und Kernsortiment bieten wir Ihnen darüber hinaus Bio Aprikosenkerne, ungeschälten, braunen und schwarzen Bio Sesamen und Bio Kürbiskerne, an. In unserer Eigenmarke „Bio-leben“ (Bio Leben, Bioleben) finden Sie dagegen traumhafte schokolierte Macadamianüsse und Cashewkerne, Kaffeebohnen, Sauerkirschen und Physalis.
Nährwert:
100g enthalten durchschnittlich:
Brennwert: 342 kcal / 1433 kj
Eiweiß: 19,8g
Kohlenhydrate: 10,8g
Davon Zucker: 8, 7g
Fett: 24,5g
Davon gesättigte Fettsäuren: 14,4g
Einfach ungesättigte Fettsäuren: 8,2g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 0,8g
Ballaststoffe: 11,2g
Natrium: 0,017g
Vitamin B2: 400µg (25%*)
Vitamin B3: 2700µg (15%*)
Magnesium: 414mg (110%)
Zink: 5,7mg (38%*)
* % empfohlene Tagesdosis